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22.01.2001

ADAT14

DTP zum Anfassen

Von Thomas Kerkloh

Bild: Das ADAT14-Logo, entworfen von Volker Ronneberger
(Das ADAT14-Logo, entworfen von Volker Ronneberger)

Vom Freitag, dem 10.11.2000 bis zum Sonntag, dem 12.11.2000 gab es in Willebadessen (zwischen Padernborn und Höxter) das 2. ADAT dieses Jahres.

Leser, die die MausNet-Gruppe Maus.Computer.Atari.DTP, die ATOS, den Calamus-Newsticker oder die invers in der Publishing Praxis regelmässig lesen, wissen, was hinter dem Kürzel ADAT steht: ADAT steht für Allgemeines DTP-AnwenderInnenTreffen.

Die Themen sind vielfältig: neben reinen Calamus SL-Bereichen kommen auch die Technik und das Web-Design schon mal zur Sprache.

Dieses Treffen wird aus der MausNet-Gruppe Maus.Computer.Atari.DTP heraus privat organisiert und es finden sich zumeist zwischen 20-40 Interessierte für 3-4 Tage irgendwo in Deutschland ein. Der Zusatz privat organisiert ist ein wichtiger Zusatz: es steckt keine Firma hinter dieser Veranstaltung, so dass man von Werbevorträgen verschont bleibt. Da Softwareprogrammierer oder auch Vertriebler, z.B. der Fa. invers Software, dort als Privatpersonen vor Ort sind, findet ein reger Austausch an User-Wünschen und an Firmeninfos auf einer nichtkommerziellen Basis statt. Gerade der Bereich Calamus SL lebt auch von dieser Art und Weise des Austausches.

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Das ADAT 14 fand in Willebadessen im Tagungshaus der Auslandsgesellschaft NRW e.V. statt. Über zwei Etagen und in mehreren Räumen konnte man seine Zeit mit Teilnahme an Workshops und Vorträgen nutzen oder auch einfach nur klönen und fachsimpeln.

Dieses ADAT war kürzer als die anderen vorher, man startete erst am Freitag Nachmittag um 16:00 Uhr. Themen die man schon in der Mausnetgruppe Maus.Computer.Atari.DTP als Vorschläge/Wünsche gesammelt hatte, wurden um weitere ergänzt, allerdings nicht als starres Programm, sondern als mehr oder weniger spontan umgesetzte jetzt machen wir mal um 14:00 Uhr den Workshop Kennlinien unter StarScreening für Tintenstrahldrucker hier am Rechner vom Carsten.

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Die Themen waren mal wieder recht umfassend und somit war auch wieder für jeden Teilnehmer etwas dabei, wie man am Programm sehen kann.

Freitag:
  • Anreise, Begrüßung, Programmvorstellung
  • Netzwerk-Installation und Abgleich der Systeme (Volker Ronneberger stellte seinen Linux-Rechner als Netzwerk-Server zur Verfügung)
  • Forumsdiskussion über die Möglichkeiten des neuen Calamus SL2000
Samstag:
Workshop 1:
PostScript-Ausgabe aus Bridge, PDF-Produktion und Farbdruck-Problematik in der PostScript-Welt
Referent: Torsten Schermer
Workshop 2:
Farbbilddruck mit StarScreening und FM-Filter auf Tintenstrahldrucker; Optimierung der Bildkennlinien und Ausgabelinearitäten auf verschiedenen Ausdruck-Papieren
Referent: Carsten Pauer
Mittagessen
 
Workshop 3:
Vektorausgabe, Folienplots und Großformat-Drucke aus Calamus; Vergleich der alten und der neuen Vektorausgabe-Möglichkeiten, Perspektiven für LSP (Large Scale Printing)
Referenten: Martin Schuster, Klaus Hamacher
Kaffee
 
Workshop 4:
Verpackungsdesign, Verpackungsproduktion (konkret: Schachteln für eine Marzipanfabrik, CD-Cover, Tintenschachteln)
Referent: Torsten Schermer
Abendbrot
 
Workshop 5:
Neue Module und Treiber für Calamus SL2000
Referent: Ulf Dunkel
Sonntag:
Workshop 6:
Drucken aus Calamus: Bestandsaufnahme, Konzeptdiskussion für die nächste Version, Userwünsche, Composite Postscript, Drucker-Setup-Steuerung
Referent: Teamwork, Moderator: Ulf Dunkel
Mittagessen
 
Abreise
 

ADAT ist neben Software- auch immer ein wenig Hardwareschau. Die ersten ADAT, an denen der Autor dieses Artikels teilnahm, waren noch von Atari-Rechnern geprägt. Weitere zeigten schon den Trend Richtung Apple Macintosh (mit MagiCMac als Betriebssystem für Calamus SL und diversen TOS-Software-Paketen).

Bei den ADATs 9-12 gab es eigentlich kaum noch originale Atari-Hardware, zumeist kamen Apple und Intel-kompatible Systeme mit den Emulatoren MagiCMac, MagiCPC und STEmulator zum Einsatz.

Der Trend hat weiter angehalten: auf dem ADAT 14 sah man sehr viele aktuelle G4-Rechner im Einsatz. Ausnahme war hier aber der Rechner von Carsten Pauser: Ein F030, der auch als Vorführgerät des 2.Workshops diente. Allerdings war dieser Rechner schon hardwaremäßig aufgebohrt.

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Als Software kam auf den übrigen Systemen alles andere aus den Bereichen EBV, DTP und verwandten Bereichen zum Einsatz. Calamus wurde in den oft angesprochenden Workflow integriert und diente sowohl als Zulieferer als auch als Abnehmer verschiedener Daten.

Ein Trend, der ebenfalls auf dem ADAT mittlerweile schon eher Usus ist, ist der Bereich Netzwerk. Zwar ist der Aufbau dieses ADAT-Netzwerkes alles andere als professionell, aber es ist zumindest für jeden erreichbar und funktionell. Wer sich bis dato noch nicht mit der Materie beschäftigt hatte, bekam ausreichend Informationen, um sein System mit ins Netz zu bekommen.

So vielschichtig die Hardware und die Themen bei einem ADAT sind, so vielschichtig sind auch die Teilnehmer des ADAT. Von Profis über reinen Hobby-Usern bis hin zu Anfängern reicht die Skala. Wissenswertes findet man sowohl in den Workshops als auch bei den abendlichen Runden. So gesehen kann man jedem DTP-Interessierten, egal mit welchen Programmen oder Systemen er arbeitet, einen ADAT-Besuch empfehlen. Die nächste Ankündigung erfolgt wie immer in der MausNet-Gruppe Maus.Atari.Computer.DTP (diese kann auch aus dem Internet heraus gelesen werden). Man muss übrigens kein komplettes ADAT buchen; auch Tagesgäste sind herzlich willkommen.

Thomas Kerkloh

Dank an Ulf Dunkel, Ralf Segschneider, Volker Ronneberger


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